Ratgeber · Klang
Klingelton einrichten auf iPhone und Android
Wie man eine eigene Audiodatei als Klingelton oder Benachrichtigungston einrichtet – getrennt für Android und iPhone, mit den Stolperstellen.
Erschienen
Eine Audiodatei zum Klingelton zu machen ist auf Android eine Frage von zwei Minuten und auf dem iPhone eine Frage von zwei Umwegen. Der Unterschied liegt nicht am Können, sondern daran, dass Apple dafür ein eigenes Dateiformat verlangt und keinen direkten Weg anbietet.
Android: Datei in den richtigen Ordner
Android nimmt WAV und MP3 unverändert an. Der Weg:
- Die Datei auf das Telefon übertragen – per Kabel, über die eigene Cloud oder direkt im Browser heruntergeladen.
- Mit einer Dateiverwaltung in den Ordner
Ringtonesverschieben. Für Benachrichtigungen heißt erNotifications, für WeckerAlarms. Gibt es die Ordner nicht, legt man sie im Hauptspeicher an. - Unter Einstellungen → Töne → Klingelton steht die Datei dann in der Liste.
Erscheint sie nicht, hilft meist ein Neustart: Das System durchsucht den Speicher nicht ständig, sondern in Abständen. Zweite häufige Ursache ist der falsche Ordner – eine Datei in Download taucht in der Klingeltonliste nicht auf.
iPhone: Umwandlung in M4R
Das iPhone akzeptiert ausschließlich das Format M4R und eine Länge bis 30 Sekunden. Der verlässlichste Weg führt über einen Rechner mit der Musik-App beziehungsweise iTunes:
- Die Datei in die Musik-Mediathek aufnehmen.
- Über Ablage → Konvertieren → AAC-Version erstellen eine AAC-Kopie anlegen.
- Die entstandene
.m4a-Datei im Finder umbenennen in.m4r. - Das Telefon anschließen und die Datei in den Bereich Töne ziehen.
- Unter Einstellungen → Töne & Haptik → Klingelton steht sie oben in der Liste.
Ohne Rechner geht es über die App GarageBand: Datei importieren, Projekt freigeben, als Klingelton exportieren. Das ist der kürzere Weg, wenn kein Rechner zur Hand ist, und der umständlichere, wenn doch.
Die Stolperstellen
Länge. Das iPhone schneidet alles über 30 Sekunden ab oder lehnt es ab. Klingeltöne auf dieser Seite liegen zwischen drei und vier Sekunden und wiederholen sich sauber, sind also unkritisch.
Lautstärke. Ein Ton, der am Rechner angenehm klingt, ist über einen Telefonlautsprecher oft zu leise – diese Lautsprecher geben unterhalb von etwa 300 Hertz kaum etwas wieder. Ein tief angelegter Klingelton klingt am Gerät dünn. Deshalb liegen die Klingeltöne hier bewusst im mittleren Bereich.
Rechte. Der häufigste Grund, warum ein selbst gemachter Klingelton Ärger macht, ist das Ausgangsmaterial: Ein Ausschnitt aus einem Lied bleibt urheberrechtlich geschützt, auch wenn er nur vier Sekunden lang ist und nur das eigene Telefon klingeln lässt. Für den privaten Gebrauch ist das selten ein praktisches Problem, für ein Diensttelefon oder eine App schon.
Woher die Datei kommt
Alle Töne auf dieser Seite werden berechnet, nicht aufgenommen, und stehen unter CC0. Sie dürfen ohne Nennung und ohne Rückfrage verwendet werden – privat wie gewerblich. Für einen Klingelton eignet sich die Klingelton-Gruppe, für Nachrichten die Hinweistöne, für den Morgen die Weckertöne.
Wer mehrere auf einmal braucht, lädt die ganze Gruppe als ZIP herunter statt einzeln.
Häufige Fragen
Warum erscheint meine Datei nicht in der Android-Liste?
Geht es auf dem iPhone wirklich nicht ohne Umwandlung?
Darf ich einen Ausschnitt aus einem Lied verwenden?
Welcher Ton sich als Klingelton eignet
Drei Eigenschaften entscheiden, und keine davon ist Geschmack.
Der Einsatz. Ein Ton, der mit voller Lautstärke beginnt, erschreckt – besonders nachts oder in einer Besprechung. Ein kurzer Anstieg am Anfang kostet keine Erkennbarkeit und nimmt den Schreck heraus. Alle Klingeltöne hier sind so geschnitten.
Die Wiederholbarkeit. Ein Klingelton wird nicht einmal gehört, sondern bis zum Abheben immer wieder. Endet die Schleife auf demselben Klang, mit dem sie beginnt, hört man den Übergang nicht; sonst entsteht bei jedem Durchlauf ein Knacken oder ein Sprung, der mit der Zeit mehr stört als der Ton selbst.
Der Frequenzbereich. Telefonlautsprecher geben unterhalb von etwa 300 Hertz kaum etwas wieder. Ein tief angelegter Klingelton klingt am Gerät dünn und ist in lauter Umgebung schlicht nicht zu hören – auch wenn er auf guten Lautsprechern überzeugt.
Für Benachrichtigungen gelten andere Maßstäbe: Dort zählt, dass der Ton kurz ist und sich von den übrigen Tönen des Geräts unterscheidet. Zwei Töne, die sich nur in der Tonhöhe unterscheiden, verwechselt man im Alltag; einer einzeln und einer doppelt nicht.
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