Hörtest
Wie hoch hörst du noch? Hörtest online: Frequenzen kostenlos prüfen, mit und ohne Kopfhörer
20 bis 20.000 Hertz · Kanaltest links und rechts · nichts wird gespeichert
Zum Gegenhören taugt Rauschen besser als Musik, weil es alle Frequenzen zugleich trägt: die sechs Farben liegen auf der Rauschen-Bank.
Stell die Lautstärke so ein, dass der Ton bequem zu hören ist, und lass sie dann stehen.
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Welche Frequenzen dieser Hörtest prüft
Ein Hörtest online kann nur zeigen, welche Frequenzen hören lassen, was oben noch ankommt – und genau das tut dieser hier. Er geht eine Leiter nach oben: 8.000, 10.000, 12.000, dann in Tausenderschritten bis 20.000 Hertz. Unter 8.000 Hertz steht bewusst kein Schritt. Wer dort einen Ton nicht hört, hat etwas, das auf diese Seite nicht gehört, sondern zu einer Untersuchung – und mit einer ungeeichten Wiedergabekette wäre jede Aussage darüber ohnehin wertlos.
Nach oben wird die Leiter enger, weil dort die Grenze liegt. Zwischen 15.000 und 18.000 Hertz entscheidet sich bei den meisten Erwachsenen, wo Schluss ist, und ein Sprung von 15.000 auf 20.000 würde genau diesen Bereich überspringen. Die Frequenzen hören deshalb in Tausenderschritten auf, nicht in Fünftausenderschritten.
Am unteren Ende gibt es einen zweiten, kürzeren Durchgang: 20, 30, 40, 50, 60, 80 und 100 Hertz. Er prüft nicht das Ohr, sondern die Wiedergabe. Notebook-Lautsprecher geben unter 150 Hertz praktisch nichts mehr her, viele Kopfhörer fallen unter 30 Hertz ab, und was ein kleiner Lautsprecher bei 40 Hertz von sich gibt, ist oft nicht der Ton, sondern seine eigene Verzerrung eine Oktave höher. Wer das einmal gehört hat, beurteilt Bassangaben in Produktbeschreibungen anders.
So prüfst du deine Frequenzen kostenlos und richtig
Einen Hörtest online kostenlos zu machen hat einen Haken: Niemand steht daneben und sagt dir, wenn du etwas falsch einstellst. Der häufigste Fehler ist die Lautstärke. Ein hoher Ton wirkt bei gleicher Leistung leiser als ein mittlerer, weil das Gehör dort unempfindlicher ist. Wer deshalb bei jedem Schritt nachregelt, misst nicht mehr die Frequenz, sondern die eigene Geduld am Lautstärkeregler. Darum steht am Anfang ein Ton bei 1.000 Hertz: Stell ihn so ein, dass er bequem zu hören ist, und lass den Regler danach stehen.
Der zweite Fehler ist der Raum. Ein Lüfter, ein Kühlschrank oder eine offene Tür verdecken leise hohe Töne vollständig, und das fällt nicht auf, weil solche Geräusche als Stille wahrgenommen werden. Für den Test lohnt sich eine Minute Ruhe mehr als jede Einstellung.
Der dritte Punkt ist die Erwartung. Bei sehr hohen Frequenzen hört man zuerst nicht den Ton, sondern ein Gefühl von Druck oder Anwesenheit – und wer weiß, dass gerade etwas läuft, meint schnell, es zu hören. Ehrlich wird der Test dadurch, dass du den Ton anhältst und wieder startest, ohne hinzusehen. Erst wenn der Unterschied zwischen an und aus eindeutig ist, zählt der Schritt als gehört.
Hörtest online kostenlos: was das Ergebnis aussagt
Wer einen Hörtest online kostenlos sucht, will meist eine Zahl. Die gibt es hier, nur bedeutet sie etwas anderes als erwartet: Das Ergebnis ist eine Aussage über die ganze Kette, und zwar in dieser Reihenfolge: Browser, Soundkarte, Verstärker, Wandler, Raum, Ohr. Die Seite kann nicht unterscheiden, welches Glied zuerst aufgibt. Wenn der Test bei 14.000 Hertz endet, ist die belastbare Aussage: Bis dorthin trägt diese Kette. Ob die 15.000 am Kopfhörer oder am Gehör scheitern, zeigt erst ein zweiter Durchgang mit anderer Hardware.
Genau deshalb ist der Vergleich mit sich selbst aussagekräftiger als der Vergleich mit einer Tabelle. Derselbe Kopfhörer, derselbe Raum, dieselbe Lautstärke, ein Jahr später – das ist eine Messung, die etwas bedeutet. Eine einzelne Zahl neben einer Altersangabe im Internet ist dagegen vor allem eins: eine Zahl.
Eine Tabelle, die jeder Altersgruppe eine obere Grenze zuordnet, steht hier deshalb nicht: Für den Bereich, den dieser Test ausmisst, gibt es sie nicht. Die Statistiknorm für altersbedingtes Hören, ISO 7029 in der Fassung von 2017, nennt erwartete Mittelwerte bis 12,5 Kilohertz, für Altersgruppen von 22 bis 80 Jahren – und für keine Frequenz darüber. Die Alterstabellen, die im Netz dafür kursieren, berufen sich also auf nichts.
Die Spannen in der Tabelle sind bewusst breit. Die Streuung zwischen zwei gleichaltrigen Menschen ist größer als der Unterschied zwischen zwei Jahrzehnten, und sie hängt an Dingen, die mit dem Alter nichts zu tun haben: Jahre in lauten Räumen, Kopfhörerlautstärke in der Jugend, einzelne sehr laute Ereignisse. Wer deutlich unter seiner Altersgruppe liegt, hat deswegen nicht automatisch ein Problem – und wer darüber liegt, keine Garantie.
Warum der Verlust oben anfängt
Dass sich mit den Jahren weniger hohe Frequenzen hören lassen, hat einen anatomischen Grund. Die Haarzellen, die hohe Frequenzen aufnehmen, sitzen am Anfang der Hörschnecke. Jede Schallwelle läuft an ihnen vorbei, auch die tiefen, und sie tragen damit über ein Leben mehr Last als alle anderen. Der Verlust beginnt deshalb regelhaft oben und arbeitet sich nach unten, nicht umgekehrt.
Im Alltag merkt man davon lange nichts, weil Sprache zwischen etwa 300 und 3.400 Hertz liegt – genau der Bereich, den das Telefon seit jeher überträgt, und genau der Bereich, der am längsten erhalten bleibt. Auffällig wird es erst indirekt: Zischlaute verlieren an Schärfe, und ein Gespräch in einem lauten Restaurant wird anstrengend, während es in einem ruhigen Raum einwandfrei funktioniert.
Das ist auch der Grund, warum dieser Test kein Audiogramm ersetzt und ersetzen soll. Er prüft die obere Kante, die im Alltag am wenigsten gebraucht wird. Ein Audiogramm prüft, wie leise ein Ton in jedem Bereich sein darf, damit du ihn gerade noch hörst, und diese Schwelle ist die Größe, auf die es ankommt. Dafür braucht es eine schallarme Kabine und kalibrierte Kopfhörer, und beides hat ein Browser nicht.
Der Kanaltest mit Kopfhörern: links, rechts und warum er sich lohnt
Nach dem Durchgang nach oben prüft der zweite Teil, ob beide Seiten dasselbe tun. Er spielt denselben Ton erst nur links, dann nur rechts, und du sagst jeweils, auf welcher Seite er ankommt. Das klingt banal und fängt zwei sehr verschiedene Dinge ab.
Das erste ist technisch: vertauschte Kanäle, ein defekter Stecker, eine falsch eingestellte Balance. Das kommt häufiger vor, als man denkt, und fällt bei Musik kaum auf. Für diesen Teil sind Kopfhörer Voraussetzung und nicht Empfehlung: Über Lautsprecher lässt sich links von rechts kaum trennen. Das zweite ist der Seitenunterschied im Gehör selbst. Ein deutlicher Unterschied zwischen links und rechts, der sich mit vertauschten Kopfhörern nicht mitdreht, ist der einzige Befund dieser Seite, den man ernst nehmen sollte – nicht als Diagnose, sondern als Anlass, einen Termin zu machen.