Tonlabor

Werkzeuge

Sechs Werkzeuge. Keine Datei. Audio-Tools kostenlos im Browser, ohne Konto und ohne Upload

Jedes rechnet den Klang selbst aus, statt ihn zu laden.

Metronom

30 bis 240 BPM, Taktarten von 2/4 bis 12/8

Der Klick wird auf der Audio-Uhr des Browsers geplant, nicht von einem Timer ausgelöst. Deshalb bleibt der Abstand gleich, auch wenn im Hintergrund etwas anderes passiert – genau dort eiert ein naiv gebautes Metronom.

Zum Üben an einem Instrument.

Rausch-Mischpult

Sechs Spuren, endlos kombinierbar

Weißes, rosa und braunes Rauschen mit Regen, Brandung und Lüfter. Jede Spur wird erst geholt, wenn ihr Regler über null geht, und beim Mischen nimmt der Pegel aller Spuren zusammen ab, damit nichts übersteuert.

Zum Einschlafen, Konzentrieren oder Abschirmen.

Tongenerator

20 bis 20.000 Hertz, vier Wellenformen

Sinus, Rechteck, Dreieck und Sägezahn, dazu ein zweiter Kanal für eine Schwebung. Der Ton entsteht aus einer Rechenvorschrift, nicht aus einer Datei, und läuft deshalb so lange, wie die Seite offen ist.

Zum Stimmen, Prüfen und Vergleichen.

Morsecode

Übersetzer in beide Richtungen, 5 bis 25 WpM

Text wird zu Punkten und Strichen, Punkte und Striche werden zu Text. Der Ton folgt den Zeitanteilen der ITU-Empfehlung und lässt sich als WAV-Datei mitnehmen, die im Browser entsteht.

Zum Lernen, Prüfen und Gravieren.

Stimmgerät

Chromatisch, plus Gitarre, Ukulele, Bass und Geige

Es hört einen Ton über das Mikrofon, nennt ihn beim Namen und sagt, wie weit er daneben liegt. Gemessen wird die Länge der Schwingungsperiode statt eines Frequenzspektrums – der Unterschied entscheidet bei tiefen Saiten darüber, ob ein Gerät E1 anzeigt oder eine Oktave danebengreift.

Zum Stimmen von Saiteninstrumenten.

Hörtest

Frequenzleiter bis 20.000 Hertz, Kanaltest

Eine Leiter nach oben, ein kurzer Durchgang nach unten und ein Test, ob links und rechts dasselbe tun. Gemessen wird die ganze Kette bis zum Ohr – ein Audiogramm ersetzt das ausdrücklich nicht.

Zum Prüfen von Kopfhörern und der eigenen oberen Grenze.


Warum diese sechs und nicht fünfzig

Jedes Werkzeug auf dieser Seite macht genau eine Sache und macht sie vollständig. Das ist eine Entscheidung gegen die übliche Sammlung aus dreißig halben Funktionen, und sie hat einen praktischen Grund: Ein Metronom, das auch noch stimmen, aufnehmen und zählen kann, ist an keiner dieser Stellen so gut wie ein Gerät, das nur eine Aufgabe hat. Wer übt, will keinen Funktionsumfang, sondern ein verlässliches Raster.

Der zweite Grund ist Ehrlichkeit über die Grenzen. Ein Hörtest im Browser kann die ganze Wiedergabekette prüfen, aber kein Audiogramm aufnehmen, und das steht auf der Seite, statt im Kleingedruckten zu verschwinden. Ein Tongenerator kann eine Schwebung erzeugen, aber keine Heilwirkung belegen. Werkzeuge, die mehr versprechen, als sie halten, sind hier bewusst nicht dabei.

Alles entsteht im Browser

Keines der sechs Werkzeuge lädt eine Klangdatei. Metronom, Tongenerator, Morsecode, Hörtest und die Referenztöne des Stimmgeräts berechnen ihren Ton beim Abspielen aus einer Vorschrift – eine Frequenz, eine Hüllkurve, ein Takt. Das Rausch-Mischpult ist die Ausnahme und holt seine sechs Spuren als Dateien, aber auch erst dann, wenn ihr Regler über null geht.

Daraus folgt dreierlei. Die Seiten sind leicht, weil beim Aufrufen nichts außer Text und Layout übertragen wird. Sie laufen weiter, wenn die Verbindung abbricht, solange die Seite geöffnet bleibt. Und es gibt nichts hochzuladen: Was du eintippst oder einstellst, bleibt im Browser, und am Ende der Sitzung ist es weg. Eine WAV-Datei, die du aus dem Morsecode-Werkzeug mitnimmst, wurde ebenfalls dort erzeugt und nicht auf einem Server.

Die Werkzeuge sind damit dieselbe Idee wie die 42 Klänge im Soundboard: Was sich ausrechnen lässt, wird ausgerechnet. Das ist nicht nur sparsam, sondern auch der Grund, warum an keinem dieser Töne Rechte Dritter bestehen können. Wie die Klänge entstehen, steht ausführlich unter Über die Sounds.

Welches Werkzeug wofür

Wer an einem Instrument übt, braucht das Metronom, und zwar eher langsamer als gedacht: Die wirksamste Methode ist, eine schwierige Stelle so langsam einzustellen, dass sie fehlerfrei gelingt, und dann in Schritten von vier oder fünf Schlägen zu steigern.

Wer Ruhe herstellen will, nimmt das Rausch-Mischpult und stellt es leiser ein, als es sich im ersten Moment richtig anfühlt. Der brauchbare Wert liegt fast immer dort, wo die störende Quelle gerade verschwindet, nicht dort, wo es gut klingt.

Wer Lautsprecher, Kopfhörer oder das eigene Gehör prüfen will, nimmt den Hörtest für die obere Grenze und den Tongenerator, wenn es um eine bestimmte Frequenz geht – etwa 440 Hertz zum Stimmen oder einen langsamen Durchlauf von unten, um zu hören, ab wo ein Gerät überhaupt etwas wiedergibt.

Und wer ein Wort, ein Datum oder einen Namen in Punkte und Striche bringen will, findet im Morsecode-Werkzeug die Tabelle und die Probe dazu: Der Ton verrät sofort, wenn ein Punkt zu viel darin steckt.

Wer ein Saiteninstrument stimmt, nimmt das Stimmgerät – chromatisch für alles, was einen klaren Ton hergibt, oder die Seite für Gitarre, Ukulele, Bass und Geige, auf der die Zielfrequenzen gleich danebenstehen.

Was die Werkzeuge nicht tun

Sie speichern nichts, sie messen nichts über dich, und sie verlangen kein Konto. Es gibt keinen Verlauf, keine gespeicherte Einstellung und keine Auswertung, die beim nächsten Besuch wieder da wäre. Das ist kein Verzicht aus Prinzipienreiterei, sondern die Folge daraus, dass alles im Browser passiert: Es gibt schlicht keine Stelle, an der etwas liegen bleiben könnte.

Ein Werkzeug fragt nach einer Berechtigung, und das gehört hierher gesagt: Das Stimmgerät braucht das Mikrofon. Es fragt erst nach einem Klick danach, wertet den Ton im Browser aus und schaltet sich ab, sobald der Tab in den Hintergrund geht. Aufgenommen, gespeichert oder gesendet wird nichts – ohne Mikrofon bleiben die Zielfrequenzen und die Referenztöne nutzbar.

Sie ersetzen auch keine Messgeräte. Ein Browser kennt die Lautstärke nicht, mit der ein Ton am Ohr ankommt, weil zwischen ihm und dem Ohr ein Verstärker, ein Wandler und ein Raum liegen, von denen er nichts weiß. Jede Aussage über Pegel wäre deshalb geraten, und geraten wird hier nichts. Wo eine Grenze liegt, steht sie auf der jeweiligen Seite.

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