Ratgeber · Suchmaschinen
Die Punkte, die man beim Optimieren leicht übersieht
Interne Verweise, die Startseite als Verteiler, alte Inhalte, die Darstellung im Ergebnis und die Frage, was nach dem Klick passiert.
Erschienen · Überarbeitet
Wer eine Liste zur Optimierung abarbeitet, erledigt zuverlässig die ersten fünf Punkte. Die nützlichsten stehen weiter unten oder gar nicht darauf, weil sie weniger nach Technik aussehen.
Interne Verweise als eigene Aufgabe
Verweise von anderen Seiten lassen sich nur mittelbar beeinflussen. Verweise innerhalb der eigenen Seite dagegen vollständig – und sie werden trotzdem meist nebenbei gesetzt.
Zwei Dinge lohnen sich. Erstens: Jeder neue Text bekommt Verweise von mindestens zwei älteren. Das dauert fünf Minuten und sorgt dafür, dass der neue Text nicht allein steht. Zweitens: Der Verweistext benennt das Ziel. „Mehr dazu hier” verschenkt den Platz; der Titel der Zielseite nutzt ihn.
Die Startseite als Verteiler
Auf die Startseite zeigen fast immer die meisten Verweise von außen. Von dort aus verteilt sich dieses Gewicht weiter – aber nur auf die Seiten, die von dort aus verlinkt sind.
Viele Startseiten verlinken ausschließlich die neuesten Beiträge. Die wichtigsten Seiten, an denen jahrelang gearbeitet wurde, rutschen dadurch nach unten und sind irgendwann gar nicht mehr direkt erreichbar. Eine Startseite sollte deshalb immer auch auf die drei bis fünf wichtigsten Seiten verweisen, unabhängig vom Datum.
Alte Inhalte überarbeiten
Die Arbeit an einem bestehenden Text, der bereits Leser hat, bringt fast immer mehr als ein neuer Text, der bei null anfängt. Eine Seite, die seit zwei Jahren auf Platz zwölf steht, kann mit zwei Stunden Arbeit auf Platz sechs rücken; eine neue Seite braucht Monate, um überhaupt in den Bereich zu kommen.
Die Kandidaten findet man in den eigenen Auswertungen: Seiten mit vielen Einblendungen und wenigen Klicks. Dort stimmt meist der Titel nicht oder die Antwort ist unvollständig. Ein überarbeiteter Text bringt oft deutlich mehr Besucher auf Ihre Website als der nächste neue.
Die Darstellung im Ergebnis
Zwischen der Position und dem tatsächlichen Besuch liegt eine Entscheidung des Lesers. Zwei Seiten auf demselben Platz können sich in der Klickrate um das Dreifache unterscheiden, je nachdem, wie Titel und Beschreibung formuliert sind.
Das ist der schnellste verfügbare Hebel: Er wirkt sofort, kostet nichts und braucht keine Zustimmung von außen. Trotzdem wird er selten genutzt, weil er nach Textarbeit aussieht und nicht nach Optimierung.
Was nach dem Klick passiert
Der letzte übersehene Punkt liegt hinter dem Besuch. Wer auf eine Seite kommt und innerhalb weniger Sekunden zurückgeht, weil die Seite nicht hält, was der Titel versprach, hat nichts gebracht – und hinterlässt ein Signal, das der Seite nicht hilft.
Die Prüfung ist unbequem, aber einfach: die eigene Seite so aufrufen, wie ein Fremder es täte, über die Suche, auf dem Telefon, ohne Vorwissen. Was dann zuerst auffällt, ist meistens etwas anderes, als man erwartet hat.
Häufige Fragen
Warum bringt die Überarbeitung alter Texte mehr als neue?
Was gehört außer den neuesten Beiträgen auf die Startseite?
Wie prüft man, was nach dem Klick passiert?
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