Tonlabor

Ratgeber · Struktur

Blog Entry Aufbau: wie ein Beitrag gegliedert wird

Einstieg, Mittelteil und Schluss eines Blogbeitrags – welche Aufgabe jeder Teil hat und welche Fehler beim Aufbau regelmäßig vorkommen.

Erschienen · Überarbeitet

Der Aufbau entscheidet darüber, ob ein Beitrag gelesen wird, mehr noch als die Formulierung. Ein gut gegliederter Text mit durchschnittlichen Sätzen wird zu Ende gelesen; ein glänzend geschriebener ohne Gliederung nicht.

Der Einstieg

Die ersten beiden Sätze entscheiden. Sie müssen die Frage benennen, um die es geht, und zwar in den Worten, in denen der Leser sie selbst stellen würde.

Was dort nicht hingehört: die Geschichte, wie man auf das Thema kam; eine Begründung, warum das Thema wichtig ist; eine Ankündigung dessen, was im Folgenden steht. Alle drei verschieben den Beginn nach hinten, und ein Teil der Leser ist dann schon weg.

Ein brauchbarer Einstieg für den Blog Entry Aufbau besteht aus einer konkreten Situation und der daraus folgenden Frage. Drei Sätze reichen.

Der Mittelteil

Hier gilt eine einzige Regel: ein Gedanke je Abschnitt, und jeder Abschnitt bekommt eine Zwischenüberschrift, die seinen Inhalt benennt.

Die Zwischenüberschriften sind nicht Dekoration, sondern Gerüst. Wer nur sie liest, soll den Gang des Textes verstehen. Das ist zugleich die beste Prüfung des eigenen Aufbaus: Ergibt die Folge der Überschriften einen Sinn, trägt die Gliederung.

Die Reihenfolge folgt dem, was der Leser braucht, nicht dem, was man zuerst recherchiert hat. Meist heißt das: zuerst die direkte Antwort, dann die Begründung, dann die Ausnahmen.

Der Schluss

Ein Schluss, der das Gesagte zusammenfasst, ist überflüssig – wer bis dorthin gelesen hat, weiß es bereits. Nützlich ist stattdessen eines von zwei Dingen: entweder ein konkreter nächster Schritt, oder die Einordnung, wo die Grenzen des Beschriebenen liegen.

Die zweite Variante wird selten gewählt und wirkt am stärksten. Ein Text, der sagt, was er nicht abdeckt, wird als verlässlicher gelesen als einer, der den Eindruck erweckt, alles beantwortet zu haben.

Die häufigsten Fehler

Der erste ist die zu lange Hinführung. Wer in Absatz vier noch erklärt, warum es um das Thema geht, hat den Beitrag falsch angefangen.

Der zweite sind Abschnitte ohne Überschrift. Ab etwa dreihundert Wörtern braucht ein Text Zwischenüberschriften; ohne sie wirkt er als Block und wird überflogen statt gelesen.

Der dritte ist die ungleiche Verteilung. Wenn der erste Abschnitt sechshundert Wörter hat und die folgenden je hundert, stimmt die Gliederung nicht – dann steckt im ersten Abschnitt in Wahrheit der halbe Text.

Eine einfache Prüfung

Den fertigen Beitrag so lesen, wie jemand ihn überfliegt: Überschrift, Zwischenüberschriften, erster Satz jedes Abschnitts. Bleibt dabei die Kernaussage erhalten, ist der Aufbau in Ordnung.

Fehlt dabei das Wesentliche, steckt es an einer Stelle, die beim Überfliegen niemand erreicht – und muss nach vorn.

Häufige Fragen

Was gehört nicht in den Einstieg?

Die Geschichte, wie man auf das Thema kam; eine Begründung, warum das Thema wichtig ist; und eine Ankündigung dessen, was folgt. Alle drei verschieben den eigentlichen Beginn nach hinten, und ein Teil der Leser ist dann schon weg.

Ab welcher Länge braucht ein Text Zwischenüberschriften?

Ab etwa dreihundert Wörtern. Ohne sie wirkt der Text als Block und wird überflogen statt gelesen. Die Überschriften sind dabei nicht Dekoration: Wer nur sie liest, soll den Gang des Textes verstehen.

Wie prüft man den Aufbau eines fertigen Beitrags?

Man liest ihn so, wie jemand ihn überfliegt: Überschrift, Zwischenüberschriften, erster Satz jedes Abschnitts. Bleibt dabei die Kernaussage erhalten, ist der Aufbau in Ordnung. Fehlt das Wesentliche, steckt es an einer Stelle, die beim Überfliegen niemand erreicht – und muss nach vorn.

Wie findet man die richtige Reihenfolge der Abschnitte?

Sie folgt dem, was der Leser braucht, nicht dem, was man zuerst recherchiert hat. Meist heißt das: zuerst die direkte Antwort, dann die Begründung, dann die Ausnahmen. Wer der eigenen Recherchereihenfolge folgt, stellt regelmäßig das Wichtigste nach hinten.

Was gehört in den Schluss?

Entweder ein konkreter nächster Schritt oder die Einordnung, wo die Grenzen des Beschriebenen liegen. Eine Zusammenfassung ist überflüssig – wer bis dorthin gelesen hat, weiß es bereits. Die zweite Variante wird selten gewählt und wirkt am stärksten.

Weitere Texte zum Thema Struktur

Alle Ratgeber-Artikel

Nach oben